ThueBIBNet. Rhythmik - Musik und Bewegung

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Rhythmik - Musik und Bewegung

Rhythmik - Musik und Bewegung

Transdisziplinäre Perspektiven

Reihe: Musik und Klangkultur

Jahr: 2019

Sprache: Deutsch

Umfang: 446 S.

Verfügbar

Inhalt:
Lange vor dem ›body turn‹ eröffnete Émile Jaques-Dalcroze (1865-1950) mit seiner musikpädagogischen Konzeption neue Perspektiven auf die Verkörperung von Musik. Die moderne Rhythmik befragt und erweitert die Vernetzung von Musik und Bewegung – auch in Verbindung mit transdisziplinären Themen wie Wahrnehmung, Entrainment, Medientransfer, kinästhetischem Hören und Aspekten künstlerischer Gestaltung.Der Band eröffnet einen facettenreichen Einblick in historische Bezüge sowie theoretische Grundlagen der Rhythmik als disziplinübergreifende Praxisforschung. Markante Spots beleuchten die Vielfalt der künstlerischen und pädagogischen Praxis der Rhythmik – flankiert durch zahlreiche Hinweise auf multimediale Datenquellen. 1. Warum ein Buch zu diesem Thema?Die vielfältigen Beziehungen von Musik und Bewegung in der Rhythmik zu betrachten, berührt verschiedene Kunstsparten (Musik, Tanz, Performance-Kunst, Theater, Bildende Kunst, Film).Transdisziplinäre Schnittfeldbestimmungen sind fachimmanent und als solche für die Rhythmik historisch, gegenwärtig und zukünftig von besonderer Bedeutung. Das Buch liefert eineBestandsaufnahme verschiedener Ausprägungen der Rhythmik im künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Bereich.2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?Autor_innen aus der Rhythmik, aber auch aus der Tanz- und Bewegungswissenschaft, der Musikwissenschaft, Musiktheorie und Musikgeschichte, der Neurobiologie, der Schul- und Musikpädagogik werfen ihre je eigenen Perspektiven auf einen Fachbereich, der mit dieser Publikation belegt, dass er imstande ist, aus seiner künstlerisch-pädagogischen Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte heraus mit einem gewachsenem Selbstverständnis Verbindungen herzustellen und Eigenständigkeit zu demonstrieren.3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?Die u.a. durch Merleau-Ponty ausgelösten Forschungsdebatten zur Embodied Cognition und Embodied Music Cognition zeugen von einem wissenschaftlichen Desiderat, dem in den letzten Dekaden mit dem so genannten body turn auf geisteswissenschaftlicher Ebene begegnet wurde. Das an Musikhochschulen angesiedelte Fachgebiet der Rhythmik geriet dabei selten ins Blickfeld. In der bildungswissenschaftlichen Forschung wird nach Theorien und empirischen Methoden gesucht, die musikalische, körper- und leibbezogene Lehr-Lern-Prozesse zu erklären versuchen. Der Band möchte dazu beitragen die Grundlagen und Praktiken der Rhythmik als Ressourcefür die Erforschung der Zusammenhänge von ›Musik und Bewegung‹ einer Fachöffentlichkeit vorzustellen und weitere transdisziplinäre Forschungen in engem Kontakt zur Rhythmik anzuregen.4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?Zu gern würden wir bestimmte Aspekte des Buches mit Katherine Dunham und Charles Mingus diskutieren. Dunham kam bereits früh mit der Dalcroze-Rhythmik in Kontakt. Als Tänzerin, Choreografin und Kulturanthropologin interessierte sie sich für die Zusammenhänge von Musik und Bewegung und kooperierte mit dem Jazzbassisten, Komponisten und Autor Mingus, der mit ihr und Max Roach eine ›School of Arts, Music and Gymnastics‹ für unterprivilegierte Jugendliche plante.5. Ihr Buch in einem Satz:Das Buch ist eine Einladung Musik und Bewegung als Fundament der Rhythmik zu erkunden und sich von den transdisziplinären Bezügen zu weiterer Forschung anregen zu lassen.
Biografie:

Dierk Zaiser ist Leiter des Instituts für Musik und Bewegung/Rhythmik (IMBR) an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Er lehrt als Professor mit den Schwerpunkten Rhythmik, Rhythmik-Performance (Master) sowie Erwachsenendidaktik (Bachelor) und Inklusion. Dierk Zaiser promovierte in Erziehungswissenschaften zum Dr. paed. mit dem Thema »Rhythmus und Performance«. Er gewann mehrere nationale Auszeichnungen für seine musikpädagogischen Aktivitäten sowie den Europäischen Rhythmikwettbewerb 1995.

Dorothea Weise hat an der Musikhochschule Köln Rhythmik studiert und lehrt als Professorin für Rhythmik an der Universität der Künste Berlin. Sie ist seit 2008 im Vorstand des Arbeitskreises Musik und Bewegung/Rhythmik an Hochschulen e.V. (AMBR) sowie seit 2016 im Leitungsgremium des internationalen Rhythmikverbands FIER. Ihr theoretisches wie praktisches Hauptinteresse gilt der künstlerisch-ästhetischen Wahrnehmungs- und Ausdrucksdifferenzierung in der Auseinandersetzung mit der Wechselbeziehung von Musik und Bewegung.

Marianne Steffen-Wittek leitete als Professorin den Studiengang EMP/Rhythmik an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Seit ihrer Emeritierung lehrt sie an der Folkwang Universität der Künste in Essen und an verschiedenen Universitäten in China. Als Musikpädagogin, Autorin und Schlagzeugerin erhielt sie mehrere Preise und Auszeichnungen. Ihr praxeologischer Forschungsschwerpunkt ist der Zusammenhang von Musik und Bewegung in der Populären Musik. Sie komponiert Jazzmusik und ist Schlagzeugerin und Vibraphonistin in einem Jazz-Quartett.

Titel: Rhythmik - Musik und Bewegung

Reihe: Musik und Klangkultur

Redakteur: Steffen-Wittek, Marianne ; Weise, Dorothea ; Zaiser, Dierk

Verlag: transcript Verlag

ISBN: 9783839443712

Kategorie: Sachmedien & Ratgeber, Musik, Nachschlagewerke

Dateigröße: 1 MB

Format: PDF

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Max. Ausleihdauer: 21 Tage